Das Bienenjahr

Einblicke in die Arbeit mit den Bienen - Monat für Monat.
Die Imkerei folgt dem Rhythmus der Natur. Von der ersten Reinigungsfliegerei im Frühjahr bis zur Winterruhe begleitet uns ein Jahreslauf, der von Blütezeiten, Wetterlagen und den Bedürfnissen der Bienenvölker geprägt ist.
Hier teile ich Monat für Monat, was gerade in der Imkerei passiert: Beobachtungen, Arbeiten am Bienenstand, Entwicklungen im Honigjahr - und manchmal auch kleine Momente, die sich nicht planen lassen.

Das Bienenjahr 2026

Mai 2026

Diese Zeit ist immer aufregend und spannend. Aus starken Völker entstehen neue kleiner Völker - Ableger. Ein Bienenschwarm ist naturgemäß die klassische Völkervermehrung. Gerade im städtischen Raum haben Schwärme oft geringer Überlebenschancen und wirken auf Menschen faszinierend aber können auch Angst machen. Wobei es keinen Grund dafür gibt, Ein Bienenschwarm ist absolut friedlich, die Bienen haben für 3 Tage fressen im Bauch und sind in Aufregung aber nicht gefährlich, Trotzdem versuche ich Schwärme zu verhindern, da es im meinem Arbeitsalltag nicht machbar ist, dass ist mal schnell in den Garten springe. Daher bilde ich gezielt Ableger. Ich hab dieses Jahr 3 Ableger gebildet und Sie in den neuen Standort den Pfarrgarten gezogen, das wird mein "Kindergarten" - Ich freue mich sehr die Entwicklung zu begleiten.

März 2026

Zwischen Aufbruch und Aufbau


Die ersten warmen Tage haben spürbar etwas verändert. Aus vorsichtigem Flug wird wieder ein gleichmäßiges Kommen und Gehen am Flugloch.


Beim Blick in die Völker zeigt sich, was draußen schon zu ahnen war.

Die Brutnester sind gut angelegt, teilweise bereits geschlossen und gleichmäßig - ein sehr schönes Bild für diese Jahreszeit.


Mit den steigenden Polleneinträgen wächst nicht nur die Aktivität, sondern auch die Dynamik im Volk. Die Bienen sind im Aufbau, ruhig, konzentriert und doch voller Energie.


Gerade jetzt beginnt die Phase, in der genaues Beobachten wichtiger ist als schnelles Handeln.

Raum geben, Entwicklung verstehen, im richtigen Moment unterstützen - das ist die eigentliche Arbeit im Frühling.


Und während draußen alles langsam aufblüht, wächst im Inneren der Völker bereits die nächste Generation heran.

Es ist jedes Jahr wieder faszinierend, wie viel Kraft in so einem Volk steckt.


Frühlingstart 2026, es summt wieder! 

Der Frühling ist da - und bei Harmonig summt es wieder. Vier Völker sind gut aus dem Winter gekommen und starten kraftvoll in die Saison. Erste Pollenhöschen, reger Flugbetrieb und spürbar mehr Leben am Stand: Genau so darf ein Bienenjahr beginnen. 

 

In den nächsten Wochen stehen die ersten Durchsichten, Futter-Checks und der Start in die Aufbauphase an – ruhig, achtsam und mit Blick auf Balance. 


April 2026

Die ersten warmen Tage haben spürbar etwas verändert. Aus vorsichtigem Flug wird wieder ein gleichmäßiges Kommen und Gehen am Flugloch.


Beim Blick in die Völker zeigt sich, was draußen schon zu ahnen war.

Die Brutnester sind gut angelegt, teilweise bereits geschlossen und gleichmäßig - ein sehr schönes Bild für diese Jahreszeit.


Mit den steigenden Polleneinträgen wächst nicht nur die Aktivität, sondern auch die Dynamik im Volk. Die Bienen sind im Aufbau, ruhig, konzentriert und doch voller Energie.


Gerade jetzt beginnt die Phase, in der genaues Beobachten wichtiger ist als schnelles Handeln.

Raum geben, Entwicklung verstehen, im richtigen Moment unterstützen - das ist die eigentliche Arbeit im Frühling.


Und während draußen alles langsam aufblüht, wächst im Inneren der Völker bereits die nächste Generation heran.

Rückblick 2025

Dezember 2025  - „Winterruhe”

Der Dezember steht ganz im Zeichen der Winterruhe. Die Bienen bleiben im Stock, zehren von ihren Vorräten und überstehen gemeinsam die kältesten Wochen des Jahres.


Für uns ist diese Zeit geprägt von Dankbarkeit: für das vergangene Bienenjahr, für die Ernte, für die Erfahrungen. Kerzenlicht, Rückblick und leise Vorfreude auf das neue Jahr gehören ebenso dazu wie die Gewissheit, dass der Kreislauf im Stillen weitergeht.


November 2025 - „Ruhe kehrt ein" 

Der November bringt Stille an den Bienenstand. Die Völker sitzen eng in der Wintertraube, geschützt vor Kälte und Wind. Eingriffe sind jetzt kaum noch nötig – Vertrauen ersetzt das Tun. 

 

Diese Phase erinnert daran, dass Imkerei nicht nur aus Arbeit besteht, sondern auch aus Zurückhaltung. Beobachten aus der Ferne, respektieren, was Natur und Bienen jetzt brauchen. 

Oktober 2025 - „Zeit der Vorbereitung "

Die Bienenvölker sind nun vollständig auf den Winter vorbereitet. Die Auffütterung ist abgeschlossen, die Beuten werden kontrolliert und winterfest gemacht. Am Flugloch zeigt sich nur noch wenig Aktivität – ein Zeichen dafür, dass sich das Leben im Stock nach innen verlagert.


Für uns Imker*innen ist der Oktober eine Zeit des Aufräumens und Sortierens: Material wird gesichtet, Wachs eingeschmolzen und das Jahr langsam abgeschlossen. Gleichzeitig beginnt die Planung für das, was kommt.

September 2025 - „Einläuten der Ruhe" 

Die Hochsaison ist vorbei. Die Völker sind nach der Varroabehandlung versorgt und die Auffütterung abgeschlossen oder in den letzten Zügen. Im Stock kehrt zunehmend Ruhe ein – die Bienen ziehen sich zurück, das Brutnest wird kleiner.

Für uns ist jetzt der Moment, Bilanz zu ziehen: Wie haben sich die Völker entwickelt? Welche Arbeiten stehen im Herbst noch an? Und was nehmen wir aus dem Jahr mit?

Langsam beginnt die Zeit der inneren Einkehr – draußen und im eigenen Tun.


August 2025 – Spätsommer in der Imkerei

Die Sommertracht ist geschleudert. Abgefüllt wird in den kommenden Wochen – bis dahin ist noch ausreichend Honig aus 2024 verfügbar.

Jetzt beginnt die Vorbereitung auf die ruhigere Zeit im Bienenjahr. Die Völker werden durchgesehen, der Futterstand kontrolliert und die letzten Behandlungen gegen Varroa abgeschlossen. Auch in der Werkstatt wird es aktiv: Wachsreste werden eingeschmolzen, die Kerzenproduktion für den Herbst vorbereitet.

Diese Übergangszeit markiert den Beginn der inneren Einkehr – für die Bienen, aber auch für uns als Imker*innen.


Juli 2025 – Hochsommer und Lindenblüte

Die Linde steht in voller Blüte. Ihr Duft liegt über Wegen und Gärten – oft hört man das Summen schon, bevor man die Bäume sieht. Auch in diesem Jahr waren unter den Linden regelrechte Duftduschen erlebbar – ein betörender Moment im Hochsommer.

Die Bienen sammeln jetzt intensiv Sommerhonig. Die Waben füllen sich langsam, das Brutnest wird kleiner, und erste Zeichen des Umschwungs im Bienenjahr werden sichtbar. Für uns heißt das: aufmerksam bleiben, auf ausreichend Platz achten und die Tracht gut beobachten.

Die Ernte rückt näher – noch aber herrscht Hochbetrieb am Flugloch.